
Die “Klagemauer” war nur eine Gebetsstation, die beim PrayDay in der VS St. Agatha aufgebaut war. Die 10 Lehrer und Mütter, die der Einladung zum Gebetsabend folgten, konnten, nach einem gemeinsamen Anfang, auch durch ein Labyrinth gehen und dort die Gebetsanliegen, geschrieben auf bunte Blätter, ablegen. Ein Bild mit allen Lehrern der Schule ermutigte, für sie zu beten. Bei einem Kreuz legte man Schuldsteine oder Glas-Danksteine ab und gestaltete ein Bild. Persönliche Anliegen konnte man in Blumen schreiben. Besonders eindrücklich waren mir die Anliegen, die die Kinder in der vorangegangenen Religionsstunde selbst formulierten. Die zusammengefalteten Zettel lagen, teilweise eng beschrieben, in einem Korb. Da stand z. B.: „… dass ich keine Albträume mehr habe.“ Gott weiß, welches Kind darunter leidet und wir durften das Anliegen – und all die der anderen Schüler - vor Ihm ausbreiten. Eine Ecke war für das freie Gebet bestimmt. Zum Abschluss setzen wir uns wieder im Kreis zusammen, beteten noch gemeinsam und beschlossen den Abend mit einem Loblied.
Es war ein PrayDay in dem Wissen, dass Gott Gebet erhört und besondere Verheißungen für das Gebet in der Gemeinschaft legt. Ein Abend der Einheit zwischen Lehrer und Eltern, verbunden durch das gemeinsame Anliegen, die Schüler ihren Begabungen und Begrenzungen gemäß zu fördern und für die vielfältigen Aufgaben Gottes Segen zu erbitten.
Helga Schmalnauer
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